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Kreistagsrede zu #Freifunk in Flüchtlingseinrichtungen am 2.11.2015

3 min read

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

wir unterstützen das Anliegen der Linken die Flüchtlingsunterkünfte im Main-Taunus-Kreis mit einem freien WLAN-Zugang auszustatten.

Für die meisten von uns gehört das Internet als Kommunikationsmedium und Informationsquelle zum beruflichen und privaten Alltag.

Für Geflüchtete spielt das Internet jedoch eine noch wichtigere Rolle.   

Für Geflüchtete ist das Internet oft die einzige Möglichkeit mit Verwandten auf der Flucht, oder auch in der Heimat zu Kontakt aufzunehmen. Aber auch zu Informationszwecken wird es genutzt, sei dies für Nachrichten aus aller Welt, oder vielleicht auch nur für alltägliche Fragen wie die Öffnungszeiten des nächsten Supermarktes. Hinzu kommen immer mehr Angebote, die sich online speziell an Flüchtlinge richten: hier gibt es Wörterbücher, Sprachkurse oder auch Leitfäden und Hilfestellungen für kulturelle und behördliche Fragen. Durch einen freien Zugang zum Internet ermöglichen wir den Flüchtlingen ein besseres Einleben und eine schnellere Integration in unsere Gesellschaft.

Da in Deutschland Mobilfunkverträge mit einem ausreichenden Datenvolumen unverhältnismäßig teuer sind, ist der Zugang zu einem unbegrenzten Internetanschluss über WLAN unabdingbar, um es für eben genannte Zwecke nutzen.

Um mit einem guten Beispiel voran zu gehen, haben wir, in Zusammenarbeit mit dem Freifunk Frankfurt e.V., einen freien und kostenlosen WLAN-Hotspot in unserer Geschäftsstelle in der Wilhelmstraße hier in Hofheim eingerichtet.

Durch eine Zusammenarbeit mit Initiativen wie dem Freifunk e.V., die sich darauf spezialisiert haben, ehrenamtlich freie Internetzugänge zu betreiben, wird dies zu keinem großen Aufwand in der Verwaltung - und nur sehr geringen Kosten für den Kreis führen. Dem gegenüber steht, dass wir es den Geflüchteten ermöglichen, selbstständig zu lernen, sich zu informieren und zu kommunizieren.

Uns ist klar, dass nicht alle Unterkünfte von heute auf morgen mit WLAN versorgt werden können, dort wo es jedoch bereits einen Telefonanschluss gibt, sollte der Internetzugang dann auch per WLAN für die Bewohner geöffnet werden.

Wir hätten diesen Antrag gerne als Prüfantrag direkt abstimmen lassen, sind aber auch bereit das ganze nochmal im Ausschuss zu behandeln und regen an hierzu dann auch einen Vertreter von Freifunk einzuladen um von deren bisherigen Erfahrungen mit WLAN in Flüchtlingsheimen zu berichten.

Vielen Dank!

 

#CRAFT! Festival

 

Ebenso sehenswert: Security Analyse aktueller BLE Fitnesstracker und zugehöriger Android Apps https://media.ccc.de/browse/conferences/mrmcd/mrmcd15/MRMCD15-7026-tracking_me_tracking_you_there_is_nothing_we_can_do.html#video

 

Empfehlung von gestern: Keynote von Dr. Paolo Ferri von der @ESA_de über die @ESA_Rosetta Mission https://media.ccc.de/browse/conferences/mrmcd/mrmcd15/MRMCD15-7057-keynote.html#video

 

Psiu Puxa

Space Wallpapers

 
 

#mundaufmachen

1 min read

Joko und Klaas bringen es auf den Punkt:

 

Edit: Das Embedden hätten Sie ja für dieses Video auch mal erlauben können...

 

#notenoughspace beim #sommerschein

 

Die kommen doch nur her, um sich hier aushalten zu lassen! Richtig?

6 min read

Du bist 29 Jahre alt und hast eine Frau, zwei Kinder und einen Job. Du kommst über die Runden. Du kannst dir auch mal was leisten, und lebst in einem kleinen Häuschen in der Stadt.
Plötzlich ändert sich die politische Lage in deinem Land und ein paar Monate später stehen Soldaten vor deinem Haus. Und vor den Häusern der Nachbarn.
Sie sagen, wenn du nicht für sie kämpfst, erschießen sie dich.
Dein Nachbar weigert sich.
Ein Schuss. Das wars.
Du hörst, wie einer der Soldaten zu deiner Frau sagt, dass sie die Beine breit machen soll.
Du schaffst es irgendwie, die Soldaten erstmal loszuwerden und denkst die halbe Nacht lang nach.
Auf einmal hörst du einen Einschlag. Dein Haus hat kein Wohnzimmer mehr.
Ihr rennt raus und seht, dass die ganze Straße zerstört ist.
Kein Stein steht mehr auf dem anderen.
Du bringst deine Familie zurück ins Haus und rennst an die Stelle, an der das Haus deiner Eltern stand.
Es ist nicht mehr da. Deine Eltern auch nicht.
Du siehst dich um und entdeckst einen Arm mit dem Ring deiner Mutter am Finger. Der Rest deiner Eltern ist nichtmal mehr auffindbar.

Aber die Asylanten haben so viel Luxuszeug! Smartphones, Markenklamotten undso! Richtig?
...
Du denkst jetzt nicht mehr nach. Du rast nach Hause und rufst, deine Frau soll die Kinder anziehen. Du schnappst dir eine kleine Tasche, denn mehr könnt ihr auf die Dauer nicht tragen, und packst das Nötigste. Nur je 2 Kleidungsstücke pro Kopf passen in die Tasche.
Was nimmst du mit???
Du wirst deine Heimat vermutlich nie wiedersehen.
Deine Familie nicht, deine Nachbarn nicht, deine Arbeitskollegen ...
Aber wie sollst du in Kontakt bleiben?
...
Hektisch wirfst du also dein Smartphone und das Ladekabel in die Tasche.
Dazu von jedem ein paar Klamotten, etwas Brot und das Lieblingskuscheltier deiner kleinen Tochter.

Die können sich die Flucht doch locker leisten. Dann sind die auch nicht arm!
...
Für den Notfall, denn man hat es kommen sehen, hast du all dein Geld bereits zusammengekratzt.
Durch deinen recht gut bezahlten Job hast du etwas auf der Seite gehabt.
Pro Kopf kostet der nette Schlepper von nebenan schlappe 5000 Euro.
Du hast 15.000. Wenn du Glück hast, können alle mit. Wenn nicht, musst du dich von deiner Frau trennen.
Du liebst sie und betest, dass sie euch alle mitnehmen.
Spätestens jetzt bist du vollkommen blank und hast nichts mehr. Nur deine Familie und die Tasche.
Die Flucht bis zur Landesgrenze dauert zu Fuß zwei Wochen.
Du hast Hunger und seit einer Woche kaum etwas gegessen. Du bist schwach, genau wie deine Frau. Aber Hauptsache die Kinder haben genug.
Sie weinen die ganzen 2 Wochen über.
Die Hälfte der Zeit musst du deine kleinste Tochter tragen. Sie ist erst 21 Monate alt.
Nach weiteren 2 Wochen seid ihr am Meer.
Ihr werdet mitten in der Nacht mit hunderten anderer Flüchtlinge auf ein Schiff geladen.
Du hast Glück. Deine ganze Familie darf mit.
Das Schiff ist so voll, dass es zu kentern droht. Du betest, dass ihr nicht ertrinkt.
Die Leute um dich herum weinen, schreien.
Ein paar kleinere Kinder sind verdurstet.
Die Schlepper werfen sie über Bord.
Deine Frau sitzt teilnahmslos in einer Ecke. Sie hat seit 2 Tagen nichts getrunken.
Als die Küste in Sicht ist, werdet ihr auf Beiboote verteilt.
Deine Frau und deine Kleinste auf eins, und du und die Große auf das daneben.
Ihr werdet ermahnt, die Klappe zu halten, damit euch niemand kommen hört.
Deine Große versteht das.
Deine kleine im Nebenboot nicht. Sie hört nicht auf zu weinen.
Die anderen Flüchtlinge werden nervös. Sie halten deine Frau an, das Kind ruhig zu stellen.
Sie schafft es nicht.
Einer der Männer packt deine Tochter, entreißt sie deiner Frau, und wirft sie über Bord.
Du springst hinterher, aber du findest sie nicht mehr.
Nie mehr.
In 3 Monaten wäre sie 2 Jahre alt geworden.

Das reicht euch noch nicht?! Die habens hier immernoch zu gut und kriegen alles in den Arsch geschoben?
...
Wie du, deine Frau und deine große Tochter es in das Land, das euch aufnimmt, geschafft haben, weißt du nicht mehr.
Alles ist wie in Watte gepackt. Deine Frau hat seit dem Tod eurer Tochter nicht mehr gesprochen.
Deine Große hat seitdem das Kuscheltier der kleinen auf dem Arm und ist völlig apathisch.
Du musst durchhalten. Ihr seid gleich an der Notunterkunft angekommen.
Es ist 22 Uhr. Ein Mann, dessen Sprache du nicht sprichst, führt euch in eine Halle mit Feldbetten.
Dicht an dicht stehen sie. 500 Stück.
In der Halle ist es stickig und laut.
Du versuchst dich zu orientieren. Zu verstehen, was die Menschen dort von dir verlangen.
Aber eigentlich kannst du kaum noch stehen. Eigentlich wünscht du dir fast, sie hätten dich erschossen.
Stattdessen packst du deine Habseligkeiten aus:
Je zwei Teile für jeden, und dein Smartphone.
Dann verbringt ihr die erste Nacht in einem sicheren Land.

Am nächsten Morgen wird Kleidung an euch verteilt.
Auch Markenklamotten sind unter den Spenden. Und ein Spielzeug für deine Tochter.
Du bekommst 140 Euro. Für den ganzen Monat.

Die sind doch jetzt hier sicher. Also sollen die sich freuen!

...

Draußen im Hof hältst du in deinen neuen Klamotten dein Smartphone in die Luft und hoffst auf Empfang.
Du musst wissen, wer aus deiner Stadt noch lebt.

Dann kommt ein "besorgter Bürger" vorbei und beschimpft dich.
Du weißt nicht, wieso. Du verstehst was von "Zurück in dein Land!"
Bruchstücke von "Smartphone" und "alles in den Arsch gesteckt' bekommst du noch mit.
Irgendwer konnte es übersetzen.

...

Und jetzt sag mir, wie du dich fühlst und was du besitzt.

...

Die Antwort auf beide Fragen ist:" NICHTS!"

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Darf geteilt werden.
Inhalte sind aus diversen wahren Flüchtlingserlebnissen übernommen.
Quelle: Tina Beckmann auf facebook

 

#Sommerschein Festival #Actionteam